Diablo 3 Hardcore Tagebuch Teil 2: der Skelettkönig

Erster Tag auf der Suche nach Diablo, Herrn der Finsternis. Brute erreichte ohne größere Zwischenfälle das Tor von Neu-Tristram, bewaffnet nur mit einem schartigen Beil und einem einfachen Schild. Doch schon im Wirtshaus erwies sich einer der ersten Zombies gnädig und hinterlies einen geringfügig stärkeren Knüppel.

Der Weg zur Kapelle erfolgte ohne Zwischenfälle. Außer zwei Kellerräumen und einer Leichengrube wurde das Umland nicht genauer in Augenschein genommen und nur unmittelbar auf dem Weg liegende Kreaturen bekämpft. Nachdem Deckard Cain vor den Skelettkriegern gerettet werden konnte, befanden sich immerhin schon Handschuhe, eine Rüstung und Stiefel in den Slots der Ausrüstung. Ein magischer Gürtel mit geringen Magiefundbonus war noch auf dem Weg zur Kapelle als erster Rüstgegenstand gefunden.

Gegen die noch kleinen Gegnergruppen machte sich die Angriff-Fähigkeit mit ihrer Chance auf 1.4 Sekunden Betäubung bei Treffer positiv bemerkbar. Auch wenn die meisten Monster ohnehin nach zwei Hieben zerfielen, konnte eine Gruppe so schnell separiert und wehrlos auseinander genommen werden. Eine schnellere Waffe wie ein Dolch, könnte gerade gegen Bossgegner die Chance auf Stuns zusätzlich steigern.

Tiefer in die Kathedrale vor Tristram

Die erste halbe Stunde spielte sich wie zu erwarten sehr anspruchslos. Selten ging die Lebensenergie auf weniger als zwei Drittel herab. Die Frau des Schmiedes lies einen netten Einhandspeer fallen, der einen etwa 40% höheren Angriff und Life-Steal gewährte. Bis ins zweite Stockwerk der Kathedrale war diese Waffe das Mittel der Wahl, während nach und nach magische Rüstteile dazu kamen und sich gegenseitig ersetzten. Highlights blieben dabei leider aus.

Das lag wohl daran, dass Brute in ihrem späteren Leben gern Amazone geworden wäre. Gefühlte 90 Prozent magischer Ausrüstung beschränkte sich auf Bögen, während Champion-Gruppen und Bossmonster durch die Reihe auf Teleportation setzten. Ein Dämonenjäger oder wenigstens Magier hätte mit Ausrüstung und Gegnern mehr Spaß gehabt.

Einen ersten Einsatz der Heiltränke gab es erst im zweiten Untergeschoss, kurz nachdem Kormac werden und sich Brute als künftiger Heiler anschließen konnte.

An einer Engstelle lauerten zwei Skelett-Beschwörer, die Brute sofort in ein Meer aus beschworenen Knochengerippen steckten. Dank  einem flächendeckenden Angriff konnte jedoch rechtzeitig eine Schneise zu den Übeltätern geschlagen und die Situation bereinigt werden.

Überall wandelnde Knochen

Die zweite kritische Stelle folgte an erwarteter Stelle im vorletzten Stockwerk. Kurz vor der Kammer Leorics wurden die vier Säulen und deren beschworene Skelette zu einem kurzen aber gefährlichen Intermezzo.

Zu weit vor getraut um schnellstmöglich die hinteren Säulen zu zerstören, bedurfte es eines Heiltranks und der Heilung durch Kormac um kurz vor dem Ende aus einem Pulk Knochenkrieger zu entkommen. Bis die Situation im Groben bereinigt werden konnte, musste ein zweiter Heiltrank Brutes Kehle herab rinnen.

Da die Heilkugeln noch direkt aufgesammelt und mangels Bonus-Radius nicht aus der Nähe angezogen wurden, entfiel deren Bonus nicht zum ersten Mal.

Unmittelbar vor der Kammer Stufe 8 erreicht, ging Brute mäßig ausgerüstet und untrainiert dem Kampf gegen König Leoric entgegen. Von Kormac war keine Hilfe zu erwarten. Wann immer die Heilung gerade notwendig gewesen wäre, kniete der Krieger der Templer keuchend auf dem kalten Steinboden.

Heilorbs und Heiltränke konnten drei mal den Tod in nahezu letzter Sekunde weiter hinaus zögern und den Kampf gegen den Skelettkönig schließlich für Brute entscheiden.

Unter der Beute fand sich auch der erste seltene Gegenstand. Wie sich heraus stellte leider nutzlos, da eine klassenspezifische Waffe für den Mönch. Somit musste der erste annähernd wertvolle Gegenstand für schnödes Gold veräußert werden.

Den Fremden Tyrael befreit und in Neu-Tristram mit Deckard Cain gesprochen, endete der erste Tag auf dem Streifzug durch die Hardcore-Welt von Diablo 3. Die gefundene Ausrüstung wurde noch einmal gesichtet und alles Überschüssige beim Händler veräußert. Eine erbeutete Sichel konnte den zuletzt genutzten Säbel ersetzen und wird ihre Praxistauglichkeit und ihren Kälteschaden, im nächsten Streifzug unter Beweis stellen.

Auch sollte vor dem nächsten Aufbruch das Sortiment der Händler gesichtet werden. Noch sind nicht alle Rüstteile vorhanden und viele sehr schwach. Einzig der Schild verfügt über akzeptable Werte zu diesem Zeitpunkt. Regeneration, Sammelradius oder Magiefund wären darüber hinaus dringend benötigte Attribute. Der nächste Ausflug wird zeigen ob sich etwas davon finden lässt.

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